Thermal-Runaway

Überhitzte Knopfzelle auf Batterieträger

Mit dem Batteriekalorimeter ist es möglich, die Wärmeentwicklung einer Batterie bei verschiedenen Temperaturen und bei verschiedenen Lade- und Entladeströme hochpräzise zu bestimmen. Diese Daten sind von elementarer Bedeutung für die korrekte Auslegung von Thermal Management Systemen. Damit wird verhindert, dass es zu einem sogenannten Thermal Runaway kommt. Dieser kann zu einem Batteriebrand führen.

Bei sicherheitsrelevanten Untersuchungen werden bei unserem Kalorimeter Batterien bis auf eine Temperatur von 300 °C aufgeheizt. Dabei können Temperaturen und Wärmemengen von thermischen Zersetzungsreaktionen der einzelnen Batteriekomponenten wie der Elektroden, des Elektrolyts und des Separators präzise gemessen werden. Die von der Batterie erzeugten Wärmeeffekte werden mittels der „Differential Scanning Calorimetry" (DSC) Methode gemessen. Der Sensor besteht aus Thermosäulen und wird über die Schmelztemperatur und Schmelzenthalpie von 5 Substanzen kalibriert. Anschließend sind Messungen zwischen 20-300 °C mit einer Auflösung von 0.001 K und 10 µW-370 mW durchführbar.