ABSCHLUSSARBEIT
INSTITUT FÜR ANGEWANDTE THERMO- UND FLUIDDYNAMIK / FAKULTÄT MASCHINENBAU
Diffusoren dienen der Umwandlung kinetischer Energie in statischen Druck und sind zentraler Bestandteil zahlreicher fluiddynamischer Systeme. Ihre Auslegung unterliegt einem grundlegenden Zielkonflikt. Eine rasche Querschnittserweiterung führt zur Ablösung der Grenzschicht und damit zu erheblichen Verlusten. Eine zu langsame Erweiterung erhöht die Reibungsverluste bei gegebener Baulänge. Der optimale Konturverlauf liegt zwischen diesen Extremen und lässt sich analytisch nicht angeben. Die numerische Strömungssimulation (CFD) kann diesen Zusammenhang abbilden, erfordert jedoch für jede Entwurfsvariante eine vollständige Rechnung. Bei mehreren hundert Auswertungen im Rahmen einer Optimierung stößt dies schnell an die Grenzen der verfügbaren Rechenkapazität. Einen Ausweg bieten Ersatzmodelle (Surrogate Models). Auf Basis einer begrenzten Zahl gezielt verteilter Stützstellen wird der Zusammenhang zwischen Geometrieparametern und Zielgröße durch ein Künstliches Neuronales Netz approximiert. Die eigentliche Optimierung erfolgt anschließend auf diesem Ersatzmodell. Entscheidend für den Erfolg sind eine kompakte, glatte Beschreibung der Kontur, wie sie B-Spline-Kurven mit wenigen Kontrollpunkten liefern, sowie eine raumfüllende Verteilung der Stichproben im Parameterraum, die durch Latin Hypercube Sampling erreicht wird.
Am Institut für Angewandte Thermo- und Fluiddynamik der Fakultät Maschinenbau werden Strömungssimulationen mit der quelloffenen, in C++ geschriebenen Software OpenFOAM durchgeführt. Im Rahmen der Arbeit soll die Kontur eines ebenen, symmetrischen Diffusors über einen B-Spline mit vier bis sechs Kontrollpunkten parametrisch beschrieben werden. Baulänge und Flächenverhältnis sind dabei festzuhalten, sodass ausschließlich der Verlauf der Erweiterung variiert wird. Die Geometrieerzeugung, die Vernetzung mittels strukturiertem Rechennetz und die Simulation sind zu einer automatisierten Prozesskette zu verbinden. Der Parameterraum wird durch Latin Hypercube Sampling abgetastet. Für jede Stichprobe ist der Druckrückgewinnbeiwert aus einer stationären, laminaren CFD-Simulation zu bestimmen. Ein automatisiertes Konvergenzkriterium stellt dabei die Qualität des Datensatzes sicher. Auf den so erzeugten Daten wird ein Neuronales Netz als Ersatzmodell trainiert und anhand einer separaten Testmenge bewertet. Anschließend dient das Modell der Bestimmung der optimalen Kontur innerhalb des zulässigen Parameterbereichs. Die gefundene Lösung ist durch eine erneute CFD-Simulation zu validieren und im Hinblick auf das Ablöseverhalten zu diskutieren. Optional kann die Prozesskette durch adaptives Nachsampeln in der Umgebung des Optimums iterativ verbessert werden. Ein aufgesetztes OpenFOAM-Modell des Diffusors wird zur Verfügung gestellt.
Prof. Dr.-Ing. Hagen Müller
Bau G, Raum 145
hagen.mueller@th-mannheim.de
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INSTITUT FÜR ANGEWANDTE THERMO- UND FLUIDDYNAMIK / FAKULTÄT MASCHINENBAU
Die numerische Strömungssimulation (CFD) ist ein zentraler Bestandteil der Auslegung fluiddynamischer Prozesse. Dabei werden zunehmend Methoden aus dem sich rapide entwickelnden Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) eingesetzt. Ein Beispiel ist die Simulation von Verbrennungsprozessen. Da die direkte Berechnung der Reaktionskinetik numerisch sehr aufwändig ist, werden die chemischen Zustände üblicherweise vorab berechnet und tabelliert. Während der Simulation wird der thermo-chemische Zustand dann durch Interpolation aus dieser Tabelle abgerufen. Mit steigender Zahl der Tabellendimensionen wächst der Speicherbedarf jedoch stark an, was insbesondere bei paralleler Rechnung auf vielen Prozessorkernen limitierend wirkt. Die Tabelle durch ein Künstliches Neuronales Netz zu ersetzen, verspricht daher Vorteile hinsichtlich Speicherbedarf und Effizienz, bei gleichzeitig kontinuierlicher, ableitbarer Beschreibung des Zustandsraums.
Am Institut für Angewandte Thermo- und Fluiddynamik werden tabellierte Verbrennungssimulationen mit der quelloffenen, in C++ geschriebenen Software OpenFOAM durchgeführt. Im Rahmen der Arbeit soll auf Basis bestehender Daten, die den in einer CFD-Simulation zu erwartenden thermo-chemischen Zustandsraum abbilden, ein Neuronales Netz trainiert werden. Dazu sind eine geeignete Netzarchitektur zu erarbeiten sowie Aufbereitung der Trainingsdaten, Skalierung der Ein- und Ausgangsgrößen und Hyperparameter systematisch zu untersuchen. Anschließend wird das trainierte Netz in den Strömungslöser eingebunden und in der Simulation einer Flamme eingesetzt. Die Bewertung erfolgt anhand einer bestehenden Referenzlösung mit tabellierter Chemie, wobei neben der Genauigkeit auch Speicherbedarf, Rechenzeit und Stabilität der Simulation zu beurteilen sind. Ein aufgesetztes numerisches Modell einer Flamme sowie die zugehörigen Chemiedaten werden zur Verfügung gestellt.
Prof. Dr.-Ing. Hagen Müller
Bau G, Raum 145
hagen.mueller@th-mannheim.de
ABSCHLUSSARBEIT
INSTITUT FÜR ANGEWANDTE THERMO- UND FLUIDDYNAMIK / FAKULTÄT MASCHINENBAU
Die Seitenkästen moderner Formula Student Fahrzeuge sind nicht nur für die Kühlung essenziell, sondern übernehmen auch eine zentrale Rolle im aerodynamischen Gesamtkonzept. Durch eine gezielte Auslegung der Venturi-Kanäle in den Seitenkästen kann ein effizienter Unterdruckbereich erzeugt werden, der den Abtrieb signifikant erhöht. Ziel der Abschlussarbeit ist die strömungsmechanische Optimierung der Seitenkästen unter Berücksichtigung von Packaging, Aerodynamik und Reglementvorgaben. Zum Einsatz kommen dabei numerische Strömungssimulationen (CFD) und gegebenenfalls Validierungsversuche im Windkanal oder durch Messdaten am Fahrzeug.
Im Rahmen dieser Abschlussarbeit soll zunächst ein bestehendes CAD-Modell eines Formula Student Fahrzeugs mit Fokus auf die Seitenkästen und den integrierten Venturi-Kanal parametrisiert und analysierbar gemacht werden. Anschließend werden strömungsmechanische Simulationen mit Star-CCM+ durchgeführt, um das Bauteil hinsichtlich seiner aerodynamischen Performance gezielt zu optimieren. Ziel ist es, durch die Anpassung der Geometrie den Abtrieb zu steigern und gleichzeitig den Luftwiderstand möglichst gering zu halten. Perspektivisch ist vorgesehen, das optimierte Design mittels 3D-Druck herzustellen und im Windkanal des ATF experimentell zu validieren.
Prof. Dr.-Ing. Hagen Müller
Bau G, Raum 145
hagen.mueller@th-mannheim.de
Matthäus Wittek, M.Sc.
Gebäude G, Raum 042
m.wittek@th-mannheim.de
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Die numerische Formoptimierung liefert üblicherweise ein nominelles Optimum. Die beste Geometrie für genau einen Betriebspunkt. Bei Diffusoren ist das problematisch, denn der maximale Druckrückgewinn wird nahe der Ablösegrenze erreicht. Weicht die Zuströmung im Betrieb von der Auslegung ab, löst die Grenzschicht ab und der Wirkungsgrad bricht ein. Eine robuste Auslegung tauscht daher einen kleinen Verlust im Bestpunkt gegen deutlich geringere Empfindlichkeit. Dies erfordert, für jede Entwurfsvariante nicht einen einzelnen Wert, sondern die statistischen Momente der Zielgröße über den Bereich möglicher Betriebspunkte zu bestimmen. Jede Auswertung umfasst damit mehrere Simulationen und wird entsprechend teuer. Die Bayes'sche Optimierung begegnet dem, indem sie die Zielfunktion durch einen Gauß-Prozess approximiert und den nächsten Auswertungspunkt anhand der Modellunsicherheit wählt.
Am Institut für Angewandte Thermo- und Fluiddynamik der Fakultät Maschinenbau werden Strömungssimulationen mit der quelloffenen, in C++ geschriebenen Software OpenFOAM durchgeführt. Ausgangspunkt ist ein ebener, symmetrischer Diffusor, dessen Kontur über einen B-Spline mit wenigen Kontrollpunkten bei fester Baulänge und festem Flächenverhältnis parametrisiert ist. Als Unsicherheit wird ausschließlich eine streuende Zulauf-Reynolds-Zahl betrachtet, für die eine geeignete Verteilung festzulegen ist. Im Rahmen der Arbeit ist zunächst ein effizientes Verfahren zur Propagation dieser Unsicherheit mittels nicht-intrusiver Polynomial-Chaos-Entwicklung umzusetzen, sodass Erwartungswert und Varianz des Druckrückgewinnbeiwerts mit wenigen Simulationen vorliegen. Daraus ist ein Robustheitsmaß zu formulieren und zu begründen. Auf dieser Zielfunktion wird anschließend eine Bayes'sche Optimierung mit Gauß-Prozess-Ersatzmodell aufgesetzt und der Einfluss der Akquisitionsfunktion untersucht. Abschließend sind robustes und nominelles Optimum durch direkte CFD-Simulationen über den betrachteten Reynolds-Zahl-Bereich gegenüberzustellen und der Robustheitsgewinn anhand des Ablöseverhaltens zu interpretieren. Ein aufgesetztes, parametrisches OpenFOAM-Modell des Diffusors wird zur Verfügung gestellt.
Prof. Dr.-Ing. Hagen Müller
Bau G, Raum 145
hagen.mueller@th-mannheim.de
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Die numerische Strömungssimulation (CFD) liefert detaillierte Einblicke in instationäre Strömungsvorgänge, ist jedoch mit hohem Rechenaufwand verbunden. Sollen Strömungsfelder für viele Betriebspunkte oder in Echtzeit bereitgestellt werden, sind klassische Verfahren daher oft ungeeignet. Datengetriebene Ersatzmodelle auf Basis maschinellen Lernens versprechen hier eine erhebliche Beschleunigung. Rein datengetriebene Modelle neigen allerdings dazu, physikalisch inkonsistente Lösungen zu erzeugen, insbesondere außerhalb des Trainingsbereichs. Physikalisch informierte Graph-Neuronale Netze (PI-GNN) begegnen diesem Problem, indem sie die Erhaltungsgleichungen als Teil der Verlustfunktion berücksichtigen und die Netzstruktur des Rechengitters direkt als Graph abbilden. Ein klassisches Referenzproblem zur Bewertung solcher Modelle ist die Umströmung eines Kreiszylinders mit der sich ausbildenden Karmanschen Wirbelstraße, deren Charakteristik stark von der Reynolds-Zahl abhängt.
Am Institut für Angewandte Thermo- und Fluiddynamik der Fakultät Maschinenbau werden Strömungssimulationen mit der quelloffenen, in C++ geschriebenen Software OpenFOAM durchgeführt. Im Rahmen der Arbeit soll ein PI-GNN entwickelt werden, das das instationäre Strömungsfeld hinter einem Zylinder in Abhängigkeit der Reynolds-Zahl vorhersagt. Als Datenbasis dienen mit OpenFOAM erzeugte Simulationen für verschiedene Reynolds-Zahlen. Aufbauend darauf sind eine geeignete Graphendarstellung des Rechengitters sowie eine Verlustfunktion unter Einbeziehung der Erhaltungsgleichungen zu erarbeiten und das Modell zu trainieren. Abschließend erfolgt die Bewertung der Vorhersagegüte durch Vergleich mit CFD-Simulationen, auch für nicht im Training enthaltene Reynolds-Zahlen. Ein aufgesetztes OpenFOAM-Modell des Zylinderströmungsfalls wird zur Verfügung gestellt
Prof. Dr.-Ing. Hagen Müller
Bau G, Raum 145
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9. Semester Maschinenbau Bachelor
Studienarbeit
„Die Arbeit mit STAR-CCM+ war eine steile, enorm lohnende Lernkurve. Zu sehen, wie exakt meine analytische Handrechnung am Ende die CFD-Werte bestätigte, war mein absolutes Highlight. Es war extrem motivierend, mit der Wasserstoffverbrennung an einem hochaktuellen Thema der Energiewende zu forschen.”
TECHNISCHE HOCHSCHULE MANNHEIM | INSTITUT FÜR ANGEWANDTE THERMO- UND FLUIDDYNAMIK

6. Semester Maschinenbau Bachelor
Studienarbeit
„Das Beste an der Arbeit war die Aerodynamik eines Fahrzeugs selbst anschaulich zu erforschen. Zudem ist es eine sehr gute Vorbereitung für die Abschlussarbeit gewesen.”
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12. Semester Maschinenbau Bachelor
Bachelorarbeit
„Die Arbeit am Windkanal des Instituts für Angewandte Thermo- und Fluiddynamik vertieft die im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse und erhöht das grundlegende Verständnis der Aerodynamik von Rennfahrzeugen.”
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11. Semester Maschinenbau Bachelor
Bachelorarbeit
„Die gesamte Umsetzung von der ersten Skizze bis zur Inbetriebnahme hat meinen Blick für die praktische Realisierbarkeit von Konstruktionen geschärft. Es war eine wertvolle Erfahrung, technische Herausforderungen beim Aufbau eigenständig zu lösen."
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4. Semester Maschinenbau Master
Masterarbeit
„Ich habe gelernt, wie entscheidend die Kombination aus Experiment und numerischer Modellierung für belastbare Aussagen der Ergebnisse ist. Besonders spannend war es in die Welt der Mehrphasenströmungen einzutauchen und die dort auftretenden Unterschiede im Vergleich zu Einphasenströmungen kennenzulernen.”
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9. Semester Maschinenbau Bachelor
Bachelorarbeit
„Ich habe gelernt, die Strömungssimulation mit OpenFOAM zu erweitern und KNNs zu trainieren. Besonders gut gefallen hat mir dabei der tiefe Einblick in den Quellcode von OpenFOAM und der Beitrag zu einem forschungsnahen Thema.”
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7. Semester Maschinenbau Bachelor
Studienarbeit
„Gute Übung in Sachen selbständiges Arbeiten und lösen einer komplexen Aufgabe. Top Vorbereitung zur Bachelorarbeit”
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3. Semester Maschinenbau Master
Projektarbeit
„Durch die Projektarbeit konnte ich meine Programmierkenntnisse ausbauen und viele lehrreiche Erfahrungen im Bereich Softwareentwicklung sammeln.”
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8. Semester Maschinenbau Bachelor
Studienarbeit
„Es war erkenntnisreich an einem Projekt des Instituts für angewandte Thermo-und Fluiddynamik mitzuwirken.”
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15. Semester Maschinenbau Bachelor
Bachelorarbeit
„Die Bearbeitung dieser Bachelorarbeit war ein zutiefst prägendes Erlebnis. Besonders spannend war die Herausforderung, die mathematische Auslegung mit den realen Abweichungen im Windkanal zusammenzubringen. Trotz der unerwarteten Hürden im Kleinmaßstab hat genau dieses Zusammenspiel den besonderen Reiz der Arbeit ausgemacht.”
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